• Man kann nicht nicht kommunizieren. 1. Axiom der Kommunikationstheorie von Watzlawick
  • Nicht in der Erkenntnis liegt das Glück, sondern im Erwerben der Erkenntnis.Edgar Allan Poe
  • Menschen, greift nicht nach den Sternen! Ihr könnt noch von den Tieren lernen. Wolfgang Lörzer

Wissenschaft trifft Hund  - Der Hund. Der Mensch.

1I. Rostocker Vierbeinersymposium 11.06.2016

Mit der Verhaltensbiologin Dr. Marie NItzschner, der Tierärztin Sonja Wolken und der Hundetrainerin und Verhaltensberaterin Ute Rott

Wissenschaft trifft Hund – Bildung für den Hundefreund in Rostock

Das 2. Rostocker Vierbeinersymposium war ein aufregender und lehrreicher Tag!

Frau Dr. Feddersen-Petersen hatte kurzfristig krankheitsbedingt ihren Auftritt abgesagt und uns ganz schön ins Rudern gebracht. Nach der ersten Schockstarre half uns Ute Rott, Hundetrainerin und Verhaltensberaterin! Mit ihrem Vortrag "Was hast Du gesagt" erklärte sie die praktische Seite der Missverständnisse in der Mensch-Hund-Kommunikation. Dabei wies sie auf ganz einfache Verhaltensweisen des Menschen insbesondere in seiner Körpersprache hin, die für den Hund ziemlich unverständlich sein können! Ein Beispiel ist das unbeabsichtigte Blockieren, mit dem wir sehr oft Hunden einen Weg versperren, den sie nehmen sollen oder wollen. Wer sich frontal zum Hund in eine Türe stellt, sagt ihm in aller Deutlichkeit: hier kommst du nicht rein.

Dr. Marie Nitzschner vom Max-Planck Institut Leipzig für evolutionäre Anthropologie übernahm kurz entschlossen am Nachmittag neben ihren 2 geplanten Vorträgen ein weiteres Referat zum Thema Mensch-Hund-Bindung. Die Bindungsdefinition von John Bowlby:
"Bindung ist das gefühlsgetragene Band, das eine Person zu einer anderen spezifischen Person anknüpft und das sie über Raum und Zeit miteinander verbindet" war dabei ihr Einstieg!

Die Antwort auf die Frage, ob es tatsächlich schlauere Hunderassen gibt, leitete sie in ihrem Eröffnungsvortrag "Wie schlau sind Hunde wirklich" logisch aus vielen Studien und Vergleichen zwischen Kindern, Menschenaffen und einzelnen Hunderassen ab. Die Antwort, dass es keine schlaueren Hunderassen gibt, haben wir doch schon immer gewusst, oder?

Des weiteren referierte Dr. Marie Nitzschner in einem Vortrag über die Mensch-Hund -Kommunikation und beantwortete die Frage, ob Hunde den Menschen verstehen. Auch hier griff sie auf eine Reihe von Studien zurück, die beispielsweise belegen, das Hunde Zeigegesten verstehen und sogar wissen, worauf das Auge des Menschen gerichtet ist! Da brauchen wir uns nicht wundern, wenn der Hund mal das eine oder andere Leckerstück klaut - wenn wir uns zwar im Raum befinden, unsere Augen jedoch geschlossen sind oder wir mit dem Rücken zum Hund sitzen!

Der Schutz vor Ektoparasiten gehört zu den heiß diskutierten Themen unter Hundehaltern. Um so besser, als uns aus berufenem Munde Zusammenhänge und Empfehlungen präsentiert wurden. Die schaurig-schönen Animationen der Lebenszyklen von Herzwurm und Co werden wir sicher nicht so schnell vergessen. Naja und mit den unliebsamen Zecken werden wir uns auch zukünftig häufig auseinandersetzen müssen, gibt es die doch schon Millionen von Jahren!

So hatten wir am Sonnabend drei Powerfrauen am Start, die ein abwechslungsreiches und spannendes Programm auf hohem Niveau präsentierten. Ein äußerst lehrreicher Tag!

Danke an die Referentinnen für ihre tollen Vorträge und Danke an die Teilnehmer, die das Symposium mit Leben erfüllten!
Das 2. Rostocker Vierbeinersymposium war die 2. Veranstaltung einer Veranstaltungsreihe, die auch zukünftig präzises Wissen aus der Hundeforschung in den Norden bringen wird!